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Briefannehmestelle/Postaustellung.Nyvangs Briefannahmestelle ist eine Kopie von einer Briefannahmestelle aus 1950. ![]() Die Postbeförderung außerhalb die Städte war, bis 20. Jahrhundert, ein trauriges Kapitel. Während man 1865 einführte, daß Briefe in allen Städten ausgebracht werden sollten, galt diese Bestimmung nur für Eilbriefe auf dem Lande, und sie umfaßte nicht Zeitungen. Briefe, Pakete und Zeitungen mußte man auf die Post in der Stadt abholen. 1852 wurde aber die erste Briefannahmestelle auf einem Hof in Svinninge eingerichtet, wo der Postwagen zwischen Holbæk und Nykøbing vorbeikam, so daß die Bevökerung der Gegend jetzt hier ihre Post abholen konnte und selbst Briefe absenden, 1870 kam eine ähnliche im Gasthof in Fårevejle, und 7 Jahre später wurde eine in Sidinge eingerichtet, wo das Dampfschiff zwischen Nykøbing und Holbæk mit Güter und Passagiere legte an. Endlich kam Briefannahmestellen in Gundestrup, Herrestrup und Vig nachdem, daß die Postkutscheverbindung über die neue Lammefjordsdamm geführt wurde, und die Dörfer passierte. ![]() In den 1860`er und 70`er fing Landpostbote an nach den übrigen Dörfern in Odsherred zu gehen, ebenfalls wurde mit der Zeit Briefkasten in den Dörfern aufgestellt. Die Postbeförderung war doch sehr unregelmässig. Die Strecken waren lange, oft 50 km., und die Boten waren zu Fuß. So spät wie in 1912 warnte der Lehrer in Rørvig, angeblich, die Sommergäste dagegen Briefe in den roten Briefkasten der Post an der Schulgebäude zu stecken, weil es mehrere Tage dauern könnte, eher sie weiter an der Post in Nykøbing kamen. Eigentliche Postbeförderung auf dem Lande kam erst 1907. Landpostbote konnte, ab 1884 gerne Fahrrad fahren sollte aber selbst ein Fahrrad kaufen, das damals 240-250 Kr. kostete oder ein halbes Jahresgehalt. Anderseits wurde die Arbeitszeit mit einem Drittel reduziert, und das war von großer Bedeutung für viele Postbote, die nebenbei Arbeit hatten z.B. als Kleinbauer. In Egebjerg war es der örtliche Schuhmacher, der die Post einsammelte.
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